
Am Samstag den 6. Juli ging es für mich in das Selketal. Bis jetzt hatte ich nur dem Selkewasserfall im Selketal einen Besuch abgestattet, ansonsten ist mir das Tal noch eher unbekannt. Das erste Ziel des Tages war wieder der Selkewasserfall, den ich sonst nur im Winter besucht habe und dieses Mal im Sommer ein paar Langzeitbelichtungen machen wollte. Wasserfälle üben schön ein große Faszination aus, wie der Fluss den Wasserfall herunter rauscht, ist immer wieder beeindruckend. Gerade mit einer Langzeitbelichtung kann man das Wasser gut einfangen. Dazu benutze ich einen ND 1000 Graufilter von Haida mit einen 100 mm Filterhalter. Unbedingt notwendig ist ein stabiles und sicheres Stativ. Zur Berechnung der richtigen Belichtungszeit gibt es sehr gute Apps für das Smartphone, wo man anhand der Belichtung, Blende, ISO und dem eingesetzten Filter die genaue Belichtungszeit berechnen lässt. Bei Belichtungszeiten jenseits der 2 Minuten, bleibt einen genug Zeit die Location zu genießen und sich schon Gedanken über das nächste Motiv zu machen. Nachdem ich alle Bilder im Kasten hatte, ging es weiter nach Mägdesprung.
Von Mägdesprung aus bin ich zur Köthener Hütte gewandert. Nach einen kurzen, aber steilen Anstieg erreicht man den ersten Aussichtspunkt am Gedenkkreuz an der Mägdetrappe. Weiter ging es über die Freundschaftsklippe zur Köthener Hütte. Dies Köthener Hütte ist ein Schutzhütte für Wanderer in Form einer Kapelle. Von den Aussichtspunkten hat man eine wunderschöne Sicht über und in das Selketal. Leider ist die Köthener Hütte mit der Zeit in die Jahre gekommen und könnte mal einen neuen Anstrich gebrauchen, was ihren Charme und Charakter aber nicht schmälert. Schade finde ich oft, dass viele ihre Initialen in das Holz oder Stein ritzen oder mit Edding beschmieren müssen. Manchmal habe ich das Gefühl, das man wie ein Tier sein Revier dadurch markieren muss. Ich finde es immer etwas schade.
Im Anschluss ging es weiter zu dem Felsentunnel im Selketal, den ich bisher nur auf Bildern sah und mir unbedingt einmal selbst anschauen musste. Es war schon sehr beeindruckend den Felsentunnel in Echt zu sehen, wie die kleine Tunnel den Weg frei macht entlang der Selke. Die Wurzeln der Bäume, die bis auf den Boden ragen, den Tunneleingang freigeben und zieren, sind immer wieder faszinierend.
Als Tagesabschluss hielt ich noch kurz am Carlswerk in Mägdesprung. Einer alten Maschinenfabrik die heute ein Museum ist.
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